Umfrage bei Schulveranstaltung

GreenBeefs Allgemein

Servus Freunde,

am 14.03.17 hatten wir ja, wie im letzten Blog bereits beschrieben, die Aufgabe, bei einer Schulveranstaltung für Catering zu sorgen. Dabei nutzten wir die Gunst der Stunde und baten die 20 anwesenden Gäste an einer Umfrage teilzunehmen. Die Fragestellungen der Umfrage behandelten unsere beiden großen Themen: zum einen Vegetarismus und Veganismus, zum anderen Verschwendung.
Im folgenden Beitrag möchten wir die Ergebnisse der Umfrage mit Teilnehmern verschiedenster Altersgruppen vorstellen.

 

Nein Ja, selten Ja, oft Bereits Vegetarier/Veganer
Essen Sie explizit vegetarische bzw.
vegane Produkte oder Gerichte?
14 4 1 Vegetarier (1x)

 

Anhand der Beantwortung der ersten Frage lässt sich schon erahnen, welch großen Anteil die vegetarische/vegane Kultur am Markt hat. Rund 30% der Befragten nehmen explizit vegetarische bzw. vegane Produkte zu sich.

 

Nein Ja, wenige Ja, viele
Haben Sie Bekannte oder
Verwandte, die vegetarisch/vegan leben?
2 16 2

 

Nahezu alle Befragten haben Bekannte oder Verwandte, die vegetarisch/vegan leben. Betrachtet man die aktuelle Tendenz, dass die Anzahl der Vegetarier/Veganer weiter ansteigt, ist es relativ eindeutig, dass die von uns bereits oftmals angesprochene, neu entstandene vegetarische/vegane Sparte des Lebensmittelhandels in Zukunft neue Ausmaße annehmen kann.

 

Nein Eher nein Eher ja Ja
Schreiben Sie der vegetarischen
/veganen Kultur eine lange Zukunft zu?
1 2 13 4

 

Von vielen Befragten (85%) wird die vegetarische/vegane Kultur (sehr) ernst genommen. Für diese ist sie nicht nur eine Modeerscheinung, deren Bestehen auf lange Zeit nicht gesichert ist.
Die Frage lässt Freiraum zum Interpretieren. Bedeutet eine Antwort mit „eher ja“ oder „ja“ eine gewisse Offenheit gegenüber dem Vegetarismus/Veganismus, stehen einer möglichen Umstimmung in dieser Angelegenheit alle Türen offen? Oder distanziert man sich mit der Antwort „eher ja“ von der vegan/vegetarischen Lebensweise? Was uns auch schon zur nächsten Frage führt.

 

Nein Ja, vegan Ja, vegetarisch Bereits Vegetarier/Veganer
Könnten Sie sich vorstellen, vegetarisch oder vegan
zu leben, wenn Sie dies problemlos realisieren könnten?
14 3 2                                1

 

Hier liegt ein ähnliches Meinungsbild, wie bei der ersten Frage vor. Bisher ist es 30% der an der Umfrage teilnehmenden Gäste möglich, sich eine vegane/vegetarische Zukunft vorzustellen. Die übrigen 70% vertreten jedoch eine ablehnende Haltung gegenüber dem Vegetarismus/Veganismus. Es wäre eine interessante Frage, welche Gründe hinter jener Ablehnung stecken. Nun lässt sich nur erahnen, inwiefern diese umgestimmt werden könnten. Andererseits ist es natürlich ein überaus großer Schritt, vom ein auf den anderen Tag vegan/vegetarisch zu leben und daher für die meisten schwer vorstellbar. Doch sicherlich wird der ein oder andere, um Abwechslung in seinen Lebensmittelkonsum zu bringen und unter anderem den Fleischkonsum zu reduzieren, vegetarische/vegane Lebensmittel testen und sie gegebenenfalls längerfristig auf seinen Einkaufszettel aufnehmen. Denn natürlich muss man nicht ein „Vollzeit-Vegetarier/Veganer“ sein, um solcherlei Produkte zu kaufen.

 

Nein wenige Gedanken Ja
Haben Sie sich bereits Gedanken über das Thema Verschwendung gemacht? 1 8 11

Doch gehen wir nun zum nächsten Thema der Umfrage über –  der Verschwendung. Zu diesem Thema haben wir den Gästen ebenfalls einige Fragen gestellt:

 

 

Über die Hälfte der Befragten haben sich bereits einige Gedanken über das Thema Verschwendung gemacht, nahezu dem ganzen Rest ist dieses Thema auch hin und wieder durch den Kopf gegangen. In welche Richtung diese Gedanken gingen ist leider unklar. Wie ihre Meinung zu dem Thema ist und inwiefern sie aktiv etwas gegen die einem immer wieder über den Weg laufende Verschwendung machen, haben wir versucht mithilfe der nächsten Fragen aufzudecken.

 

Plastiktüte Papiertüte Tragetasche Sonstiges (bitte eintragen)
Kaufen sie im Discounter/Supermarkt eine Plastiktüte, wählen sie die ökologischere Variante aus Papier oder bringen sie von zu Hause eine Tragetasche mit? 2 2 11 Rucksack (2x), Sportbeutel,  Jackentasche (3x)

 

Während lediglich 10% der Befragten die schwer ökologisch abzubauende, ressourcenbedrohende Plastiktüte nehmen, die von Vielen als der Inbegriff der Verschwendung tituliert wird, greifen weiter 10% zur Papiertüte aus dem Supermarkt, der deutlich nachhaltigeren Variante. Der Großteil der Befragten bringt allerdings von zu Hause eine Tragetasche mit. Hin und wieder kommen für kleinere Einkäufe auch mal der Rucksack, der Sportbeutel und die Jackentasche in Frage. Folgendermaßen zeigt sich, dass in dieser Hinsicht bereits eine ökologische Sensibilität in den meisten Köpfen der Menschen vorhanden ist. Denn ist es nicht praktikabler, einfach ohne Tragetasche zum nächstgelegenen Lebensmittelhändler zu gehen, um dort nach Abschluss des Einkaufs eine Plastiktüte zu bekommen, die zu Hause so schön wenig Platz im Mülleimer wegnimmt? Trotz dessen nimmt man die (auch wenn nur wenig) umständlichere Variante, um aktiv etwas gegen die einem in den Medien immer wieder entgegenkommende Verschmutzung der Meere oder der allgemeinen „Vermüllung“ der Welt zu tun.

 

Nein Selten Ja Lediglich bei ausgewählten Speisen
Testen Sie den Zustand der Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist vor dem Wegwerfen erst und erwägen dennoch den Verzehr? 2 3 12 4

 

Nur 10% der Befragten können es mit ihrem Gewissen vereinbaren, Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum bereits abgelaufen ist, sofort, ohne sie zu testen, wegzuwerfen.
Die übrigen Befragten richten sich bei dieser alltäglichen Frage nach der Art der Speise oder stellen sich die oben geannte Frage, zumindest hin und wieder, bedingungslos. Dies zeigt, dass die in den letzten Jahren bereits häufiger werdende Konfrontierung der Menschen mit der Frage der Verschwendung bereits in gewissem Maße erfolgreich war. Doch solange nicht jeder etwas gegen Verschwendung tut, ist die Aufgabe noch nicht beendet. Denn auch in anderen Bereichen, denen wir uns in dieser Umfrage nicht zugewandt haben, gibt es immer noch große Probleme. Solange alle diese Probleme weiterhin existieren, ist die Zukunft der Umwelt ungewiss.

 

Viele Grüße

Till und die übrigen GreenBeefs