Die Beantwortung unserer Fragestellung

GreenBeefs Allgemein

Servus Freunde,

nach vielen aufregenden und interessanten Wochen, die wir dank des Schülerwettbewerbs erleben durften, ist es nun doch zu Ende. Sehr schade, da wir als Gruppe immer Spaß hatten, uns noch weiter und intensiver mit der Frage, inwiefern der vegane bzw. vegetarische Trend die Wirtschaft verändert, zu beschäftigen. Mit dem immer tieferen Eindringen in das Thema entdeckten wir neue Facetten, die wir weiter analysieren wollten.

Wir sind zu dem Fazit gekommen, dass die vegane und vegetarische Kultur die Wirtschaft ziemlich verändert und auch noch weiter verändern wird, da viele Hersteller mit einigen ihrer Produkte auf vegetarische bzw. vegane Produktion umschwenken und so der neuen Zielgruppe an Kunden ein breites Spektrum an Produkten anbieten können. Die Produktspanne von vegetarischen und veganen Produkten wird auf jeden Fall wachsen – wie es dann in Zukunft mit tierischen Produkten aussieht, ist unvorhersehbar. Auf der einen Seite werden die Umstände der Tierhaltung verbessert, da Firmen wie z.B. Wiesenhof ihr Image aufzubessern versuchen. Aber andererseits werden sie (allgemein gesehen) dadurch verschlechtert, dass immer mehr Hersteller und Produzenten in anderen Regionen (wie z.B. Südamerika), in denen die Vorschriften nicht denen Deutschlands entsprechen, aus Gründen der Gewinnmaximierung eine gute Behandlung der Tiere in den Hintergrund rücken lassen. Der Markt wird verändert, da solange sich die Zustände der Tierhaltung nicht weltweit verbessern, die Zahl an Vegetariern und Veganern und damit auch die Nachfrage nach Lebensmitteln aus dieser Sparte ansteigt. Ob die Anzahl der Vegetarier und Veganer in Zukunft so immens hoch ist, dass die Fleischindustrie darunter leidet ist derzeit noch nicht absehbar.

Der vegane Trend verändert außerdem auch insoweit die Wirtschaft, dass es schon jetzt viele vegane Produkte auf dem Markt gibt und jeder Produzent die neue Branche mit seinen Produkten für sich gewinnen möchte. Dadurch gibt es eine immer größer werdende Auswahl an vegan-/vegetarischen Produkten. Hersteller, wie z.B. Meica, die bis jetzt auch neben fleischhaltiger Wurst auch vegetarische Alternativen anbieten, forschen noch im Moment, wie man ihre Produkte als vegane Form anbieten kann. Obwohl die Sparte derzeit noch recht klein ist, versuchen bereits viele Hersteller auf den Zug aufzuspringen, um im Falle eines Wachstums der Branche bereits einen Fuß in dieser bzw. gewisse Marktanteile zu haben.

Der von uns interviewte Handelsfachwirt Martin Schrader sieht ein wachsendes Potential in veganen Produkten, weshalb EDEKA auch in Zukunft noch mehr vegane und auch vegetarische Produkte anbieten wird – einfach um in Zukunft für alle neuen Veränderungen gewappnet zu sein. Und die Leute, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, wissen, was ihnen an Nährstoffen fehlt und gleichen dies dann durch ergänzende Nahrung aus, was sich natürlich positiv auf den Umsatz von Edeka auswirkt. Die Zukunft mit veganen Produkten wird noch spezieller, sie wird noch verstärkter und dementsprechend wird auch das Sortiment ausgeweitet und an die Kundschaft angepasst werden.

Man kann jedoch sagen, dass dieser Trend noch nicht ausgereift, sondern im Gegenteil noch ausbaufähig und im Kommen ist. Man kann hierfür als Beispiel die Firma Alpro nennen, die mit ihren veganen Joghurt- und Milchalternativen unsere Ernährung verbessern möchten. Für sie ist gesunde Ernährung ganz einfach: man soll mehr pflanzliche und weniger tierische Nahrungsmittel zu sich nehmen, womit man sich selbst hilft und seinen Körper mit vielen Mineralien, Vitaminen und Ballaststoffen versorgt.

Trotzdem kann man sagen, dass vegan-/vegetarische Ernährung auch der Umwelt schadet, wenn man das Beispiel der Avocado nimmt, welche bei Veganern nicht mehr wegzudenken ist. Mit ihren weiten Transportwegen schadet sie der Umwelt, was im Prinzip gegen den Grundgedanken von Veganern, die sich für die Umwelt einsetzen und versuchen wollen, diese weiterhin möglichst lange zu erhalten, ist. Der Grundgedanke des Vegetarismus bzw. des Veganismus ist sehr eng mit dem Umweltschutz verbunden, weswegen es beim Auseinandersetzen mit diesen Themen wichtig ist, den damit eng verbundenen Umweltschutz zu berücksichtigen.

Wir haben uns eine lange Zeit mit dem Thema Veganismus und Vegetarismus auseinandergesetzt und haben dadurch viel gelernt – auch für unsere Zukunft. Auch wenn wir eine recht kleine Gruppe von vier Schülern sind, hatten wir anfangs große Probleme bei der internen Koordination. Verschiedene Ideen, wie die Übersicht über den Status der verschiedenen Beiträge konnten dem jedoch entgegenwirken. Interessante und vielseitige Diskussionen über den Inhalt der Beiträge, über die Organisation oder über manch andere Themen von Belang führten zum Zusammenschweißen innerhalb der Gruppe.
Persönlich haben wir uns in den vergangenen Monaten die unterschiedlichsten Kompetenzen angeeignet, die uns sowohl in der weiteren Schullaufbahn, als auch im Leben durchaus weiterbringen können. Für uns war die Beteiligung am Schülerwettbewerb somit in verschiedener Hinsicht ein großer Erfolg.

Wir bedanken uns für die Möglichkeit der Teilnahme beim Edeka-Schülerwettbewerb und bei allen Firmen und Personen, die uns mit ihrer Auskunft in Bezug auf Fachwissen, aber auch in Bezug auf ihre persönliche Meinung dabei halfen, die Fragestellung zu beantworten.

Viele Grüße
Eure GreenBeefs